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Heimtiere

Allgemeines

Als Heimtiere bezeichnen wir alles was kleiner ist als Hund und Katze. Das sind Nager, Vögel, Reptilien und Kaninchen. Kaninchen gehören nicht zu den Nagetieren, sondern zu den sogenannten Lagomorphen. Da diese Tiere im allgemeinen relativ klein und leicht sind, sind Krankheitssymptome oft erst sichtbar, wenn das Geschehen schon weit fortgeschritten ist. Es hat dann keinen Sinn lange zu warten. Bei vielen dieser Tiere sind Krankheiten Folge von Stress. Das kann Futter- / Wassermangel, zu wenig Raum, Temperaturschwankungen, Transport, Geburt etc. sein. Als erstes muss dann die Störquelle gefunden und eliminiert werden. Bei guter Fütterung (Vitamine) und zusätzlicher Wärme (Infrarotlampe) stellt sich häufig Spontanheilung ein.

Nager

Meerschweinchen, Hamster, Mäuse, Ratten und Chinchillas sind die am häufigsten gehaltenen Nager. Da sie eine kurze Generationszeit haben, ist die Zucht schwierig, Inzucht lässt sich häufig nicht vermeiden. Ein hoher Inzuchtgrad zeigt sich vor allem an Zahnanomalien. Ratten und Hamster sind zudem oft mit Krebs erblich belastet und müssen dann im Alter von 1 - 2 Jahren eingeschläfert werden. Kastriert werden in der Regel nur männliche Tiere, da der Eingriff bei Weibchen gefährlicher ist. Ältere weibliche Meerschweinchen und Kaninchen müssen aber gelegentlich wegen Blasensteinen oder Gebärmuttertumoren operiert werden.

Fütterung: Gefüttert werden kann beinahe alles, wichtig ist, dass immer Heu zur Verfügung steht und nicht zuviel Kohlgemüse auf einmal gegeben wird. Ein beliebtes Futtermittel im Winter sind Rottannennadeln. Selbstverständlich muss frisches Wasser stets zur Verfügung stehen.

Haarausfall: Haarausfall ist ein häufiges Problem der Nager. Haarlinge und Pilze werden kommen relativ oft vor. Sie entstammen meist den Futter-/Einstreumitteln und können prophylaktisch angegangen werden, indem man die Tiere 2 - 3 Mal pro Jahr mit einem entsprechenden Shampoo wäscht. Kratz- und Bisswunden, Haarausfall und Juckreiz sind die Hauptsymptome. Im weiteren können Eierstockszysten bei älteren Weibchen zu symmetrischem Haarausfall führen.

Frettchen

Frettchen sind keine Nager sondern gehören zur Familie der Marder (Mustelidae) und da zur Unterart der Iltisse. Sie sind vorwiegend Fleischfresser, können aber auch Pflanzen- oder Allesfresser sein. Speziell an den Frettchen ist ihr durchdringender Geruch bzw. Gestank!. Unkastrierte Männchen stinken penetrant, sie sollten kastriert werden. Das Entfernen der Analdrüsen (verboten!) nützt nicht viel, da die Duftdrüsen über das ganze Haarkleid verteilt sind. Wer ein Frettchen halten will - sie können sehr zahm werden - braucht einen schlechten Riecher und eine Bewilligung!

Vögel

Insbesondere für Vögel gilt die Regel schnell Handeln. Vögel haben wenig Reserven, der Gang zum Tierarzt kann bei geschwächten Tieren bereits zum Tod führen. Beobachten Sie gut und bringen Sie möglichst frischen Kot im (Transport-)Käfig mit. Wärme, gesunde Nahrung, Vitamine und Schutz vor Zugluft ist bei Vögeln das Wichtigste. Luftsackmilben und Federlinge kommen ab und zu vor. Relativ häufig ist die Kropfentzündung. Dabei speicheln oder Erbrechen die Vögel und bekommen dadurch einen "Latz".

Reptilien

Bei den Reptilien stehen die Schildkröten in unserer Praxis im Vordergrund. Reptilien sind sogenannte Wechselblüter, passen also ihre Temperatur der Aussentemperatur an. Dadurch ist ihr Stoffwechsel langsamer, die Tiere reagieren entsprechend anders auf Medikamente als Warmblüter. Die meisten Reptilien werden ziemlich alt und können über längere Zeit hungern. In der Regel braucht es länger bis eine Abheilung sichtbar wird. Man muss also viel Geduld haben, bei den Schildkröten geht eben alles etwas langsamer.

Kaninchen

Für Kaninchen gilt im Prinzip das gleiche wie für die Nager. Kaninchen in Zuchten, welche regelmässig Kontakt mit andern Artgenossen haben, können zusätzlich gegen RHD (Chinaseuche) geimpft werden.

Auf engem Raum gehaltene oder mit kontaminiertem Futter gefütterte Tiere können von einem Einzeller-Parasiten befallen sein (Kokzidiose / Trommelsucht). Die Symptome sind (blutiger) Durchfall, Apathie und ein geblähter Bauch. Diese Tiere kann man nur behandeln, wenn man frühzeitig mit der Therapie einsetzt. Eine immer häufiger auftretende Krankheit ist die Enzephalitozoonose (E. caniculi) die sich meist in zentralnervösen Symptomen mit Kopfschiefhaltung und in fortgeschrittenem Stadium mit spiraligen Bewegungen um die Längsachse zeigt. Nur etwa die Hälfte überlebt bei schneller, intensiver Behandlung, diese müssen dann lebenslang therapiert werden.