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Katzen

Allgemeines

Katzen sind Einzelgänger und können sehr eigenwillig sein. Katzen lassen nicht alles mit sich machen und lassen sich nur streicheln, wenn sie wollen. Andererseits akzeptiert eine Katze problemlos, wenn man mal keine Lust hat, sich mit ihr zu beschäftigen, denn dies ist ihr eigenes Verhalten. Katzen sind deshalb selbstständiger als Hunde. Hingegen sind sie in der Futterakzeptanz heikler.

Impfungen

Katzenseuche / Katzenschnupfen: Diese Impfung empfiehlt sich auch für reine Wohnungskatzen, da diese Erkrankungen durch Tröpfcheninfektion über die Luft übertragen werden. Katzenschnupfen bzw. -seuche verläuft oft tödlich. Katzen die die akute Erkrankung überleben bleiben oft lebenslang kränklich und/oder erkranken reglemässig erneut (Rezidiv).

Leukose (Katzen-Aids): Diese immer tödlich verlaufende Erkrankung wird durch Direktkontakt mit infizierten Katzen übertragen. Die Ansteckung kann in jedem Lebensabschnitt erfolgen, es ist dann eine Frage der Zeit, bis die Krankheit ausbricht. Bevor man Leukose impft, muss sichergestellt werden, dass die Katzen nicht bereits infiziert sind, da die Krankheit durch die Impfung ausgelöst werden kann. Der Leukosetest ist deshalb zwingend.

FIP ist ebenfalls eine tödlich verlaufende Viruserkrankung bei jungen und alten Katzen. Der Verursacher ist ein Coronavirus-Stamm. Harmlose Stämme dieser Viren besiedeln häufig den Darm. Solche Katzen haben die gleichen Antikörper wie FIP-positive Katzen. FIP kann deshalb nicht von harmlosen Stämmen unterschieden und daher nicht diagnostiziert werden. FIP kommt in verschiedenen Krankheitsformen vor. Der Impfstoff wird in die Nase geträufelt und führt zu einem lokalen Schutz im Nasen-/Rachenbereich. Für die Katzen ist die Impfung eher unangenehm und relativ teuer.

Tollwut: Die Schweiz gilt seit 1999 als Tollwutfrei. Katzen, die am Waldrand wohnen, sollten sicherheitshalber trotzdem geimpft werden.

Entwurmung

Insbesondere Katzen, die Mäuse und Vögel jagen müssen regelmässig entwurmt werden. Jungkatzen und tragende- oder säugende Muttertiere haben vor allem Spulwürmer, erwachsene Jäger eher Bandwürmer. Wir entwurmen anlässlich der jährlichen Wiederholungsimpfung routinemässig gegen beide Wurmarten. Mäuse- und Vogelfänger erhalten alle 3 Monate Tabletten, welche wir jeweils für 3 Entwurmungen mitgeben. Wohnungskatzen, die zwischenzeitlich Frischfutter bekommen, sollten wenigstens einmal jährlich entwurmt werden.

Zecken, Flöhe und andere Hautparasiten

Zecken können bei uns Frühsommermeningitis (FSME, Virale Erkrankung), Borreliose (Lyme-Disease, Bakterielle Erkrankung) und Ehrlichiose (Blutparasiten) übertragen. Die Durchseuchung bei den Zecken regional unterschiedlich. Katzen scheinen aber wenig empfänglich für diese Erkrankungen zu sein. Nähere Informationen lesen Sie bitte unter der Rubrik Hunde. Schützen können Sie die Katzen mit Frontline Spot on oder entsprechenden Floh-/Zeckenhalsbänder. Zecken entwickeln jedoch schnell Resistenz gegen Medikamente. Vollständige Zeckenfreiheit gelingt deshalb selten. "Ernten" sie die Zecken täglich mittels Zeckenpinzette.

Flöhe sind bei Katzen häufig zu finden. Ihre Bekämpfung ist bei mittlerem Befall relativ einfach. Die Medikamente müssen aber regelmässig gewechselt werden, um Resistenzen zu vermeiden. Hochgradiger Befall, insbesondere beim Leben in alten (Holz-)häusern kann mitunter ein Problem darstellen. Als Maximumvariante kann ein "Foamer" eingesetzt werden, der die ganze Wohnung einnenbelt. Danach dürfen die Räume mindestes 2 Stunden nicht genutzt werden.

Läuse und Haarlinge sind bei der Katze selten und einfach zu behandeln.

Ohrmilben-Befall kommt besonders bei freilebenden Jungkatzen vor. Sie sind heute mittels einer einmaligen Injektion und zweimaliger Ohrreinigung meist leicht zu bekämpfen. Katzen mit sauberen Ohren einer guten Abwehrbereitschaft haben keine Probleme mit diesem Parasiten.

Hautpilze sind bei Katzen eher selten. Entwurmung, Vitaminisierung, Waschen mit Pilzschampoos und Behandlung der kahlen Stellen mit fungiziden Salben befreien die Tiere von diesen hartnäckigen Parasiten. Vorsicht! Pilze können andere Tierarten und den Menschen (Säuglinge) befallen.

Fütterung

Der Futtermittelmarkt hat ein riesiges Marktpotential. Entsprechend gibt es viele verschiedene Futtermarken. Die meisten Produkte kommen aus Holland und den USA. Da die Konkurrenz gross ist, sind die Firmen gezwungen intensiv Forschung zu betreiben und wirklich optimale Futtermittel herzustellen. Man kann beim sogenanntes Premiumfutter, das nur beim Tierarzt oder in der Tierfachhandlung gekauft werden davon ausgehen, dass diese Futter den gesamten Bedarf decken, es braucht also keine Zusätze mehr. Katzen können durchaus immer mit dem gleichen Futter gefüttert werden, sie brauchen keine Abwechslung. Solange sie ein Futter gut fressen, sollte man dabei bleiben.

Da alle diese Futtermittel Konservierungsmittel, Antioxydantien und andere chemische Zusätze enthalten, die zum Teil ein hohes allergisches Potenzial haben, sollte man sogar zu häufiges Wechseln vermeiden. Es kann sein, dass ein Futter lange Zeit ertragen wird und dann plötzlich zur Allergie führt, da die Sensibilisierung auf einen Futterzusatz zum Teil erhebliche Zeit dauert. Dann muss gewechselt werden oder eine Desensibilisierung mittels Bioresonanz probiert werden.

Katzen, die Nassfutter oder eingeweichtes Trockenfutter erhalten, decken ihren Wasserbedarf über das Futter, trinken praktisch nichts. Katzen mit reiner Trockenfütterung müssen stets Zugang zu frischem Wasser haben. Trinkt eine Katze merklich mehr oder viel Wasser, liegt bei jungen Katzen in der Regel eine Blasenentzündung vor, bei älteren Katzen ist die Nierenfunktion eingeschränkt, was bei Katzen im Alter häufig vorkommt. Reagiert man rechtzeitig, können alte Katzen mit Niereninsuffizienz mit einem speziellen Diätfuttermittel über lange Zeit sinnvoll unterstützt werden. Regelmässige Infusionstherapien entsprichen den in der Humanmedizin üblichen Dialyse, was einer Reinigung des Blutes (Harnstoff) bewirkt.

Erste Hilfe

Verletzungen sind immer gut zu reinigen und sauber zu halten. Frische, die Haut perforierende Wunden sollten chirurgisch versorgt werden. Insbesondere Bisswunden von Artgenossen sind gefährlich, da die Bakterien in deren Maulhöhle Tierartspezifisch sind und deshalb optimale bedingungen zur Vermehrung vorfinden.

Kippfenster bedeuten für Katzen oft den Tod. Achten Sie darauf, dass in Kellern, Heizungen etc. keine Fenster schräg gestellt sind. Falls die Katze unabsichtlich eingeschlossen wird, wird sie versuchen durch das Fenster zu entkommen. Das Kippfenster wird dabei zur Falle, da sie plötzlich weder vor noch zurück können und sich durch heftiges Wehren bis zur Erschöpfung immer mehr verkeilen.

Vergiftungen sind bei Katzen durch das Fressverhalten seltener als bei Hunden. Die Symptome sind unspezifisch und zeigen sich als Speicheln, Krampfzustände, Erbrechen. Bewusstseinsstörungen und unkoordinierten Gang. Da die meisten Gifte ähnliche Symptome machen, sammeln Sie bitte verdächtiges Material und bringen Sie es mit.

Speicheln bei normalem Allgemeinbefinden kommt vor bei Stress oder wenn mit den Zähnen etwas nicht in Ordnung ist. Bei letzterem speichelt die Katze vor allem bei der Futteraufnahme, welche verzögert ist oder gar aufhört. Dies ist kein Notfall, man sollte die Katze jedoch bald behandeln, denn Zahnschmerzen sind sehr unangenehm.